Automobil- und Automobilzulieferindustrie

Bei der Metalloberflächenbehandlung in der Automobil- und der Automobilzulieferindustrie fallen prozessbedingt große Mengen an Abwässern mit teilweise hohen Schadstofffrachten an. Die Metalloberflächenbehandlung teilt sich üblicherweise in drei größere Teilbereiche: die Entfettung (Reinigung), die Phosphatierung (Vorbehandlung) und die Bäder der kathodischen Tauchlackierung kurz KTL (Lackierung). Bei allen Verfahrensschritten gibt es neben den eigentlichen Prozessbädern auch Spülbäder in Kaskadenform, die ein überschleppen der Prozesschemikalien weitestgehend verhindern sollen.

Die Kosten der klassischen Abwasserbehandlung steigen an und durch diesen Kostendruck sowie steigende Umweltauflagen erlangt eine Kreislaufführung z.B. durch den Einsatz der Membrantechnologie immer mehr an Bedeutung. Insbesondere bei der Automobil- und Automobilzulieferindustrie bietet sich daher aufgrund der Unterschiede der eingesetzten Prozesschemikalien eine produktionsintegrierte Aufbereitung und Rückführung einzelner Teilströme an.

Einsatz verschiedenster Verfahren, vorrangig jedoch durch den Einsatz von Membrantechnik und Ionenaustauschertechnologie aufzubereiten. Dabei streben wir eine möglichst vollständige Kreislaufführung des Wassers und eine Wiederverwendung der nicht umgesetzten und teilweise schwermetallhaltigen Prozesschemikalien an. Diese Art der Kreislaufführung macht sowohl ökologisch als auch ökonomisch Sinn.

Die i+f process GmbH bietet hierzu eine ganze Reihe von Verfahren, die nachfolgend etwas genauer dargestellt werden. Einige dieser Verfahren sind in enger Zusammenarbeit mit dem Firma Henkel AG & Co. KgGA entwickelt und unter dem Namen IonGard® patentiert worden.

Entfettung:

  • Pflege des Entfettungsbades mittels Ultrafiltration (UF) durch Emulsionstrennung – Rückführung des Filtrats ins Entfettungsbad, Ausschleusung des Konzentrates in Abwasserbehandlung. 
  • Pflege der Spülen nach dem Entfettungsbad mittels IonGard® Modul 1, bestehend aus Ultrafiltration (UF) mit entsprechender Vorbehandlung und nachfolgender Umkehrosmose (UO) – Rückführung des Permeates (UO) in Spülbäder nach Entfettung, Rückführung von Konzentrat (UF) und Retentat (UO) in das Entfettungsbad.

Phosphatierung:

  • Pflege der Spülen nach Phosphatierung mittels IonGard® Modul 2, bestehend aus Nanofiltration (NF) mit entsprechender Vorbehandlung, nachfolgender Umkehr-osmose (UO) mit entsprechender Vorbehandlung und Ionentauscher (IAT) – Rückführung des Retentats (NF) nach entsprechender Behandlung in Phosphatierbad, Ausschleusung Retentat (UO) in Abwasser, Rückführung entsalztes Wasser (IAT) in Spülbäder nach Phosphatierung 

KTL

  • Pflege der Spülen vor KTL mittels IonGard® Modul 3, bestehend aus Ionentauscher (IAT) mit entsprechender Vorbehandlung – Rückführung des entsalzten Wassers (IAT) in Spülbäder vor KTL 
  • Pflege des Anolytkreislaufs der KTL mittels ein- oder mehrstufiger Umkehrosmose (UO) – Rückführung Permeat (UO) in Anolytkreislauf, Ausschleusung von Retentat (UO) in Abwasserbehandlung 
  • Pflege des KTL-Bades mittels Ultrafiltration (UF) – Rückführung Konzentrat (UF) in KTL-Bad, Rückführung Filtrat in Spülbäder nach KTL 
  • Pflege der letzten Spüle nach KTL mittels Ultrafiltration (UF) - Rückführung Konzentrat (UF) in KTL-Bad, Rückführung Filtrat in letztes Spülbad nach KTL

Alle vorhergehend beschriebenen Verfahren können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination, je nach Kundenwunsch realisiert werden. Um die Anlagen optimal für den jeweiligen Kunden zusammenstellen zu können, bietet die i+f process GmbH neben dem Preengineering inkl. Erfassung aller notwendigen Daten eine Pilotierung aller einzelnen Verfahrensschritte mit eigenen Pilotanlagen vor Ort an.

Auf diese Weise kann für den jeweiligen Anwendungsfall das ökologisch und ökonomisch sinnvollste Verfahrenskonzept realisiert werden.